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THEMA: Gebrauchtwagen-Kaufvertrag

Machen Sie keinen Fehler beim Gebrauchtwagen-Kaufvertrag!

Beim Fahrzeugkauf sollte ebenso wie bei jedem anderen Kauf auf die Erstellung eines Gebrauchtwagen-Kaufvertrages bestanden werden, um alle vertraglichen Modalitäten „schwarz auf weiß“ zu haben.

Was unter einem korrekten und vor allem gültigen Gebrauchtwagen-Kaufvertrag verstanden und als solches akzeptiert wird, hat der Gesetzgeber ganz genau festgelegt.

In den Kaufvertrag sollten zunächst der Name des Käufers und des Verkäufers aufgenommen sowie das Fahrzeug, das den Kaufgegenstand bildet, detailliert beschrieben werden. Zu der genauen Detailbeschreibung des Fahrzeuges gehören auch eventuelle Beschädigungen, nicht eindeutig sichtbare Unfallschäden, die schriftliche Aufzählung von eventuellem Sonderzubehör sowie die Benennung der zu dem Fahrzeug vorhandenen und übergebenen Dokumente.

Die zur Übergabe bereit gehaltenen Fahrzeugdokumente sollte sich der Käufer vor Abschluss des Kaufvertrages genau ansehen und insbesondere die Fahrgestellnummer der vorgelegten Papiere mit dem zu erwerbenden Fahrzeug abgleichen.

Auch die Zahlungsart, die Fahrzeugübergabe und die Verpflichtung des Käufers, dass er das Fahrzeug unverzüglich ummeldet, spätestens binnen einer Woche, sollten im Kaufvertrag geregelt werden. Denn nur wenn die Rechte und Pflichten der Vertragspartner genau erörtert werden, kann es nach Vertragsschluss nicht zu unliebsamen Missverständnissen kommen.

Wenn im selbstformulierten Gebrauchtwagen-Kaufvertrag „ohne Garantie, gekauft wie gesehen“ steht, sind Gewährleistungsansprüche ausgeschlossen. Der Verkäufer kann dann hinterher nicht mehr für eventuelle Mängel des Fahrzeugs in Anspruch genommen werden und der Käufer hat keine Möglichkeit mehr, von dem Vertrag zurückzutreten. Ein solcher Gewährleistungsausschluss kann jedoch nur zwischen Privatleuten wirksam vereinbart werden. Wird der Kaufvertrag mit einem Händler geschlossen, dann gilt für gebrauchte Fahrzeuge mindestens 1 Jahr die Mängelhaftung, ein Ausschluss der Sachmängelhaftung, wie er früher üblich war, ist nicht mehr rechtens und der Verkäufer muss für alle Probleme, die innerhalb des ersten Jahres auftreten, aufkommen.

Beide Parteien, sowohl der Käufer als auch der Verkäufer, sollten unter die endgültige Fassung des Gebrauchtwagen-Kaufvertrages ihre Unterschriften setzten und damit das Ende des Vertrages symbolisieren.

Sollten Sie im Hinblick auf die Formulierung eines Gebrauchtwagen-Kaufvertrages und insbesondere im Hinblick auf die Regelung von Haftungsausschlüssen unsicher sein, dann ist es stets empfehlenswert, die Hilfe eines Rechtsanwalts in Anspruch zu nehmen, der Ihnen bei der Erstellung des entsprechenden Kaufvertragsformulars rechtsberatend zur Seite stehen und behilflich sein kann.